Deutsche fürchten schlechteren Gesundheitsschutz im Job | Zurück | | | | |
| 12.10.2009 | Lärmschutz auf dem Bau oder Ergonomie im Büro - solche Dinge werden in der derzeitigen Krise zum Luxus, glaubt die Mehrheit der Deutschen. So fürchten 57 %, dass sich der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz durch die Wirtschaftskrise verschlechtert. Das hat eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest in München ergeben. Informieren Sie sich auch darüber, welche Grundpflichten den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz treffen. Im EU-Schnitt liegt der Wert sogar noch höher: So nehmen 61 % der EU-Bürger an, dass sich die Rezession negativ auf ihre Arbeitsbedingungen auswirkt. Im Auftrag der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Bilbao wurden jeweils 1000 Erwachsene aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten befragt.
 Geringqualifizierte fürchten um den Gesundheitsschutz Der Studie zufolge rechnen vor allem gering qualifizierte Deutsche mit verschlechterten Bedingungen im Betrieb (69 %). Von den Befragten mit höheren Bildungsabschlüssen erwarten nur 53 %, dass sie künftig bei der Arbeit stärker Gefahren wie Unfällen, Giftstoffen, Dauerlärm und übermäßigem Stress ausgesetzt sein werden.
 Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ist wichtig Die Deutschen sorgen sich dabei besonders um die Themen Sicherheit und Gesundheit im Job: Für fast die Hälfte (45 %) sind diese beiden Punkte entscheidend für ihre Arbeitsplatzwahl. Der EU-Durchschnitt liegt nur bei 36 %. Vier von zehn (43 %) der Deutschen glauben außerdem, dass gesundheitliche Probleme in hohem Maße durch ihre Arbeit verursacht werden. In der EU sagen das nur durchschnittlich drei von zehn Menschen (28 %).
 Laut der Studie findet die Mehrheit (59 %) aber, dass sich der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den letzten fünf Jahren verbessert hat. Damit liegt Deutschland etwas über dem EU-Schnitt (57 %). Jeder vierte Deutsche (23 %) sagt dagegen, er habe sich verschlechtert - europaweit sind es 32 %.
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