Manager von morgen wollen nachhaltiger führen

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30.08.2010
Der Führungsnachwuchs hat eine andere Sichtweise als die jetzigen Top-Manager. Er definiert für sich neue Werte, die wirtschaftliche Effizienz mit sozialer und ökologischer Leistung verbinden. Gleichzeitig zeichnet sich ein neuer Managementstil ab: Studenten setzen auf einen faktenbasierten Entscheidungsansatz, zeigt eine IBM-Studie.

In Anlehnung an die CEO Studie 2010 befragte IBM weltweit mehr als 3.600 Studenten nach ihren Einschätzungen zu künftigen Herausforderungen in der Wirtschaftswelt. Das Besondere der Befragung: Die studentischen Teilnehmer erhielten fast identische Fragestellungen wie die Führungskräfte der CEO Studie.

Externe Einflussfaktoren: Gloablisierung, Umweltthemen
Auf die Frage, welche externen Faktoren künftig den größten Einfluss auf Organisationen ausüben werden, nannten die Studierenden Globalisierung (55 Prozent) und Umweltthemen (42 Prozent) - jeweils doppelt so häufig wie die zuvor befragten CEOs. Die Studierenden in Deutschland stuften Umweltthemen sogar auf 53 Prozent.

Auch bei der Frage nach den Auswirkungen der Ressourcenknappheit auf Unternehmen gingen die Meinungen der Studenten und der jetzigen Führungspersonen deutlich auseinander: Mit 65 Prozent bei der studentischen Teilnehmergruppe lag das Ergebnis mehr als doppelt so hoch wie bei den Top-Managern (29 Prozent).

Nachwuchs setzt sich für mehr Nachhaltigkeit ein
Die künftige Wirtschaftswelt der Studenten ist nicht nur vernetzter, sondern auch nachhaltiger und gerechter, wie die Studie im Vergleich zu den Angaben der CEOs zeigt. Zwar schätzen die befragten Studenten Kreativität als wichtigste Führungsqualität, globales Denken und der Fokus auf Nachhaltigkeit werden jedoch als signifikant wichtiger eingestuft als von den CEOs. Unternehmen werden nach Meinungen der Studenten künftig nur dann erfolgreich sein, wenn sie eine sozialere und ökologischere Gesinnung entwickeln.

Entscheidungen sind stärker faktenorientiert
Aufgewachsen in der digitalen Welt verlässt sich die Mehrheit bei Entscheidungen nicht auf ihr Bauchgefühl, sondern auf Daten und Analysen. Besonders Studenten aus China schätzen Fakten als Basis für ihre Entscheidungen: 74 Prozent mehr als ihre Kommilitonen weltweit. Die Studenten nehmen an, dass mit der gezielten Nutzung von Informationen und Analysen selbst komplexeste Situationen bewältigt werden können. Zudem glauben sie, dass durch die größere Verfügbarkeit von Daten Unsicherheit über die Zukunft reduziert werden kann.

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier im PDF-Format herunterladen.

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