Recruiting: Auch Personalberatungen nutzen das Web 2.0

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03.09.2010
Das Recruiting im Web 2.0 läuft meist noch unsystematisch, doch immer öfter ist sie mitentscheidend. Auch Personalberater nutzen inzwischen die Online-Möglichkeiten bei der Kandidatensuche. Bei 47 Prozent der befragten Unternehmen führten diese Informationen auch schon einmal zum Ausschluss von Kandidaten aus dem Auswahlverfahren, zeigt eine Studie von Gemini.

Für die Studie wurden 126 Entscheider in Personalberatungen und Unternehmen mit solchen Abteilungen zu ihrem Umgang mit Web 2.0 befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Direktansprache bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften bei den Top 15 Personalberatungen mit 73 Prozent die vorrangige Suchmethode bleibt, um Kandidaten zu identifizieren.

Um frühzeitig Nachwuchsführungskräfte zu entwickeln, wird bei der jungen "digital Generation" vorrangig über Internetsuche (70 Prozent) - also über soziale Netzwerke, Suchmaschinen und Online-Jobbörsen - recherchiert, da die Kandidaten aufgrund ihrer Präsenz im Web 2.0 und mangels Berufserfahrung eher selten über klassische Suchstrategien zu finden sind.

Soziale Netzwerke zur Informationsbeschaffung über Kandidaten
Bereits heute halten sich 25 Prozent der Personaler und Personalberater täglich in sozialen Netzwerken auf, um Kandidaten zu identifizieren. 85 Prozent nutzen die internetbasierte Recherche und 35 Prozent davon sogar soziale Netzwerke für die Informationsbeschaffung zu Kandidaten. Dabei schätzen 56 Prozent der Personalberater den Einfluss von auffindbaren Informationen im Internet auf die zukünftige Karriere als wichtig ein. Bei 47 Prozent der Befragten führte die Recherche auch bereits zum Ausschluss von Kandidaten aus dem Auswahlprozess.

Informationen aus dem Web 2.0 dienen dem Berater primär zur Gesprächsvorbereitung (29 Prozent), dem ersten Eindruck (28 Prozent), der Vervollständigung des Kandidatenprofils (21 Prozent) aber auch zur Überprüfung des Wahrheitsgehalts von Aussagen (19 Prozent). "Die Selbstdarstellung, und damit das Reputationsmanagement der Kandidaten im Internet wird an Gewicht gewinnen", sagt Adriane Stiegler, Research Associate bei GEMINI und Studienautorin. "Personalberater werden daher zunehmend mehr auch in sozialen Netzwerken Kandidaten beobachten und sich speziell bei Nachwuchskräften auf internetbasierte Suchmethoden einstellen müssen."

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