Leistungsfähige Unternehmen setzen auf die Ressource Mensch | Zurück | | | | |
| 23.12.2010 | 70 Prozent der Führungskräfte wollen im nächsten Jahr in erster Linie das Engagement und das Wissen der Mitarbeiter besser nutzen, um die Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmen zu sichern.
 An zweiter Stelle steht mit 62 Prozent die Entwicklung der Führungskräfte und des Managementteams. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Großunternehmen halten es zudem für notwendig, sich mit Trends, Forschung und Entwicklung zu befassen.
 Zu diesem Ergebnis kommt der neue Hernstein Management Report, für den 302 Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt worden sind. Der Report versuchte Antworten auf die Fragen zu geben, wo zum einen die Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit verorten, welche Rolle die Führungskraft dabei spielt und an welche Maßnahmen die Befragten glauben, um auch weiterhin leistungsfähig zu sein.
 Führungskräfte sind sich ihrer wichtigen Rolle bewusst Die Aufgaben der Führungskräfte in Bezug auf die Sicherung der Leistungsfähigkeit werden in ihrer Komplexität wahrgenommen. Neben der Investition in Mitarbeiter, die bei den befragten Führungskräften an erster Stelle rangiert, werden auf Platz 2 gleichwertig die langfristige Planung, die Entscheidungsfreudigkeit und der Umgang mit Widersprüchen sowie das Schaffen von Dialog- und Austauschräumen genannt. Laut Hernstein Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger zeigt die Umfrage sehr gut, dass sich die Führungskräfte der Aufgaben und Erwartungen, die an sie gestellt werden, durchaus bewusst sind. Jedoch betont sie auch, dass mehr dazu gehört. "Um diesen Anspruch im Führungsalltag gerecht zu werden, braucht es eine Klarheit über die eigene Rolle, Stabilität als Person und gutes Selbstmanagement. Und das bedeutet wiederum eine konsequente Arbeit an der eigenen Persönlichkeit", so Lichtmannegger.
 Unternehmerisches Lernen ist zweitrangig Zu guter Letzt wurden die Führungskräfte auch nach ihrer Einschätzung gefragt, was das Geheimnis der Marktführer ihrer Meinung nach sei. Nach Ansicht der befragten Führungskräfte ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil die hohe Außenorientierung (63 Prozent) in Verbindung mit einer klar definierten Strategie (57 Prozent). Die Preispolitik ist für 54 Prozent der Führungskräfte das Erfolgsrezept, um es an die Spitze der Branche zu schaffen. Personalthemen wie Teamfähigkeit im Management und das Image als attraktiver Arbeitgeber stehen am unteren Ende der Skala. Unternehmerisches Lernen rangiert gar an letzter Stelle. Jedoch gibt es auch gute Nachrichten für Personalentwickler: Im Gegensatz zu Österreich (29 Prozent) und der Schweiz (29 Prozent) wird in Deutschland unternehmerisches Lernen schon als sehr bedeutend erkannt (56 Prozent).
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